Burg Falkenstein im Allgäu

In Deutschland gibt es gleich mehrere Burgen mit diesem Namen. Die Burg Falkenstein im Allgäu bei Pfronten ist heute leider nur noch eine Ruine, was einen Ausflug jedoch nicht weniger lohnend macht. Die Reste der Burg selbst, die als der letzte Traum König Ludwigs II. bekannt ist, sind allerdings nicht das beeindruckende an diesem Ausflug. Die Burgruine Falkenstein besteht aus kaum mehr als vier hohen Mauern. Sie thront jedoch auf einem 1277 Meter hohen Berg und ist somit die höchstgelegene Burgruine Deutschlands. Der Blick hinauf ist hier wohl ebenso beeindruckend wie der Blick hinab ins Tal. Schroffe, graue Felsen ragen aus dem Nadelwald auf und auf der obersten Spitze liegt die Burgruine Falkenstein. Von der Spitze des Bergers bei den alten Mauern der Burg hat man einen einzigartigen Ausblick auf das darunterliegende Tal und die Tannheimer Berge. Auf einer Wanderung zur Burg können Sie einiges erleben.

Bergwanderung zur Burgruine Falkenstein, für Natur- und Kulturliebhaber

Falkenstein: Ausblick
Falkenstein: Ausblick

Ihre Bergwanderung zur Burgruine Falkenstein können Sie in Pfronten starten. Denken Sie an festes Schuhwerk. Eine Rundwanderung zur Burg und zurück dauert etwa 2,5 bis 3 Stunden. Planen Sie aber auch etwas zusätzliche Zeit ein, denn auf der Bergwanderung gibt es neben den spektakulären Ausblicken noch die Mariengrotte unterhalb der Ruine und ein kleines Burgmuseum zu entdecken.

Die Mariengrotte ist eine beeindruckende Aushöhlung im Berg, in der sich zwei überlebensgroße Heiligenstatuen vom Bildhauer Theodor Haf befinden. Der Legende zufolge wurde der faszinierende Ort von einer Frau im 19. Jahrhundert im Traum entdeckt. Auf der Suche nach der Grotte wurde man fündig und sie wurde zu einem Ort der Besinnung und Demut inmitten herrlicher Natur.

Natur so weit das Auge reicht: Das erwartet Sie, wenn Sie schließlich auf der Bergspitze an der alten Ruine angekommen sind. Innerhalb der Ruine befindet sich eine Aussichtsplattform, von der Sie das gesamte östliche Allgäu sehen können. Neben dem Vilstal, den Bergen und Pfronten können Sie bei gutem Wetter sogar das Märchenschloss Neuschwanstein erspähen. 

Die Geschichte der Burg Falkenstein im Allgäu

Die Geschichte der Allgäuer Burg Falkenstein geht bis auf das Jahr 1280 zurück, denn obwohl sie als der letzte Traum von König Ludwigs II. bekannt ist, geht ihre Erbauungsgeschichte auf einen Tiroler Grafen zurück. Zerstört wurde die Burg Falkenstein im 17. Jahrhundert. Aus Angst, dass sie im Dreißigjährigen Krieg von Feinden eingenommen werden könnte, steckte man die Burg in Brand. Zurück blieb eine verlassene Burgruine. Schließlich fiel, zwei Jahrhunderte danach, König Ludwigs Aufmerksamkeit auf die alten Gemäuer, aus denen er ein weiteres Märchenschloss machen wollte. Dieses Vorhaben blieb jedoch ein Traum, denn ein Jahr nach dem Kauf der Burg fand König Ludwig II. sein Ende im Starnberger See.

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